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Archive for April, 2008

Travelin’ on

I’m leaving in the morning for Tuebingen. Look for a new post on Tuesday or Wednesday. In the meantime, the three selections below from a letter after a severe bombing attack raise an interesting question.

Maybe within a few days I will have a new picture of the Neckar river for the header above.

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Jan 29 und 30, 1944 (Tegel)

to Eberhard Bethge

Leider hat mich vorgestern nacht ein großser Verlust getroffen.  Der für mein Gefühl bei weitem intelligenteste und menschlich sympathischste Mann aus dem hiesigen Haus ist in der Stadt durch einen Volltreffer getötet worden.  Ich hätte ihn später bestimmt mit Dir zusammengebracht und wir hatten schon manche Pläne für die Zukunft.  Wir hatten viele gute Gespräche, kürzlich brachte er mir noch, “Daumier und die Justiz” mit und ich habe es noch bei mir; ein aus dem Arbeiterstand hervorgegangener wirklich gebildeter Mann, Photograph, Vater von 3 Kindern.  Das hat mich sehr erschüttert.

  • ROTHE, HANS (ED.), Daumier und die Justiz/Und die soziale Frage. (Available  here; see also here.

der Arbeiterstand working class
das Gespräch conversation
der Plan, die Pläne plan
der Photograph photographer
der Verlust loss
der Volltreffer direct hit
die Zukunft future

erschüttern shake, move deeply
treffen, getroffen meet, encounter

bei weitem by far
gebildet cultured
hervorgegangener <hervorgehen> coming from, rising out of
vorgestern nacht the night  before yesterday

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Jan 29 und 30, 1944 (Tegel)

to Eberhard Bethge

Veilleicht liegt es daran, daß es mir in einem solchen Augenblick bisher unmöglich gewesen ist, den anderen ein christliches zu sagen. Als wir gestern abend wieder auf dem Fußboden lagen und einer vernehmlich:

“ach Gott, ach Gott!”

rief-sonst ein sehr leichtfertiger Geselle-brachte ich es nicht über mich, ihn irgendwie christlich zu ermutigen und zu trösten, sondern ich weiß, daß ich nach der Uhr sah und nur sagte: es dauert höchstens noch 10 Minuten.

Das geschah nicht mit Überlegung, sondern von selbst und wohl aus dem Gefühl heraus, diesen Augenblick nicht zu religiösen Erpressungen benutzen zu dürfen. (Übrigens hat ja Jesus am Kreuz auch nicht auf die beiden Schächer eingeredet, sondern einer von ihnen hat sich an ihn gewandt!)

der Augenblick moment

die Erpressung blackmail, pressure

der Fußboden floor

das Gefühl feeling, sensation, sense

der Geselle companion

die Überlegung deliberation

benutzen use

dauern remain last

dürfen be allowed

einreden, eingeredet speak to, appeal to, talk some one into believing something

ermutigen encourage, strengthen

geschehen, geschah happen

gewesen ist pf of sein;

  • es mir unmöglich gewesen ist it was impossible for me . . . ; i.e., I was unable to . . .; Perhaps here the pf tense with bisher implies “it became and remains up till now impossible for me in such a moment . . .”

liegen, lagen lie, be situated, be

  • Veilleicht liegt es daran” perhaps that is the reason (lit: it rests/depends on that)

rufen, rief call, cry

sehen, sah see, look (nach) at

trösten comfort, console

überbringen, -brachte deliver, carry, present; sich überbringen bring oneself (to do something)

wenden, gewandt turn; sich an jedem appeal to

bisher till now

heraus out

höchstens highest, at the most

irgendwie any, anyhow, in some way, in any way

leichtfertig frivolous, lighthearted

unmöglich impossible

sonst otherwise

vernehmlich audible/-ly, clear/ly

wieder again

wohl surely, probably, of course

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Jan 29 und 30, 1944 (Tegel)

to Eberhard Bethge

Ps. 50 heißt es ganz deutlich:

“Rufe mich an in der Not, so will ich Dich erretten, so sollst Du mich preisen.”

Die ganze Geschichte der Kinder Israel besteht aus solchen Hilfeschreien.

Und ich muß sagen, daß gerade die letzten beiden Nächte mich wieder ganz elementar vor diese Frage gestellt haben. Wenn die Bomben so um das Haus herum einschlagen, kann ich garnicht anders, als an Gott, an sein Gericht, and den “ausgereckten Arm” seines Zorns (Jes 5,25 und 9,11-10,4), and meine mangelnde Bereitschaft zu denken; ich spüre, wie so etwas wie Gelübde ausgesprochen werden, und dann denke ich an Euch alle und sage: lieber mich als einen von ihnen, — und spüre dabei, wie ich an Euch hänge. Ich will nicht mehr darüber sagen, das geht nur mündlich, — aber es ist eben doch so, daß die Not kommen müß, um uns aufzurütteln und ins Gebet zu treiben, und ich empfinde das jedes Mal als beschämend, und es ist es auch.

die Bereitschaft readiness
das Gelübde vow
das Gericht court, judgment
der Hilfeschrei cry for help
Jes. Isaiah
die Nacht, die Nächte night
die Not need
der Zorn wrath

an/rufen call to
auf/zu/rütteln shake up
ausrecken, ausgereckt (ppc) stretch out, extend
aussprechen, ausgesprochen pronounce, express
bestehen be, exist, consist of
einschlagen smash in
empfinden fell
erretten rescue
hängen hang, cling, depend
preisen praise
spüren feel
stellen, gestellt put, present; ask a question
treiben drive, pursue

beschämend shameful
herum about, around
lieber . . .als better . . . than
mangelnd mangled, lacking
mündlich by mouth, i.e. in person: das geht nur mündlich “we’ll save that for a personal conversation”

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This is an outline of a paper I plan to present next month to a German-English colloquium. The main presentation will be in English, but I will provide an outline in German. I know some of the readers are further advanced than I am, so if you see a better way to say it in German, please post a comment. Also, if you have any interest or comments on the subject, please express yourself.

I. Die kurzfristige Gastfreundschaft/ Short-term Hospitality

  1. Tisch-Bett-Bad/Board-Bed-Bath
  2. Reisekosten/Travel Expenses

II. Die langfristige Unterstützung/Long-Term Financial Support

  1. Die Gebühren/Fees
  2. Das Betteln/Begging
  3. Spenden von der Gemeinde/Congregational Contributions
  4. Das Patronat von einem Reichen/Patronage from a Rich Person

III. Zuhörige Fragen/Related Questions

  1. Die Vermögenslage und gesellschaftliche Stellung des Paulus/Paul’s Economic-Social Status
  2. Die Ertragsfähigkeit der Kunsthandwerker/Earning Potential of Artisans
  3. Die gesellschaftliche Stellung der frühen Christen/The Social Status of Early Christians: “Nicht viele” oder “überhaupt kein”/not many or not any (1 Kor 1,26)

IV. Methodologischen Probleme

  1. Die Soziologie und die Sprachwissenschaft/Sociology vs. Philology
  2. Die Auslegen der Quellen/Interpretation of the Sources
    1. Die Literarische Quellen/Literary Sources
    2. Die Inschriften/Inscriptions
    3. Die Archäologie/Archeology

V. Exegetische Beobachtungen/Exegetical Observations

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NasePhoto from Jupi.homepage

Ich werde oft gefragt, ob Juden eine “semitische” Nase haben. Nach 54 Jahren der Beschäftigung mit diesem Thema, kann ich nur feststellen, daß jeder Jude, den ich getroffen habe, eine Nase hat.

(Sander L. Gilman, 1944, Historiker Jüdisches Museum Berlin)

    die Beschäftigung preoccupation
    der Jude, die Juden Jew
    die Nase nose

      fragen, gefragt werden (psv) ask
      feststellen ascertain, declare
      treffen, getroffen meet

        jeder/es/e every

          The Jewish Historical Museum currently has an exhibit on Stereotypes of Jews and others. Many of the images are interesting and disturbing. Click the link above for more details.

          The photograph posted here reminds me of a scene from La vita è bella (Life is Beautiful) the 1997 academy-award winning film by Roberto Benigni.

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          ZUG DER ERINNERUNG

          Zug der ErinnerungThe Train of Remembrance is making its way through German cities, commemorating German children who were deported by the Nazis.  The German government seems to be dragging its feet in supporting the traveling exhibit.  A friend of a friend from Kansas sent this link:

          http://www.zug-der-erinnerung.eu/index.html

          If you click “Press Release” on the right, you can get some commentary in English.  I’m not sure if I will have a chance to see it.  The train will arrive in Dresden about the time I arrive in Germany.

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