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Posts Tagged ‘death’

Bonhoeffer had been preoccupied with the study of Weizsäcker’s The World View of Physics (ET 1952).

Carl Friedrich von Weizsäcker’s was born in 1912 and lived until April 28, 2007.

He studied physics at Leipzig and in 1938 he proposed the theory for stellar evolution that explained the production of ironizing and particulate radiation by stars.  He worked with Heisenberg, Bohr, and other famous German physicists on research to develop nuclear energy, but later claimed that they had deliberately avoided developing a bomb.

After the war he returned to Germany where he became director of a department in the Max Planck Institute of Physics in Göttingen. He was also professor of philosophy at Hamburg (1957-69) and worked to eliminate nuclear weapons.

“A committed Christian, von Weizsäcker also turned his attention to philosophy, developing a keen interest in ethics and responsibility. His books include The World View of Physics, The Unity of Nature and The Politics of Peril. Von Weizsäcker’s younger brother, Richard von Weizsäcker, was German president between 1984 and 1994.”

More here, here, and here.

Bonhoeffer to Bethge 29 May 1944

Die Weizsäcker’sche Buch über das “Weltbild der Physik” beschäftigt mich noch sehr.

Es ist mir wieder ganz deutlich geworden, daß man Gott nicht als Lückenbüßer unserer unvollkommenen Erkenntnis figurieren lassen darf; wenn nämlich dann-was sachlich zwangsläufig ist-sich die Grenzen der Erkenntnis immer weiter herausschieben, wird mit ihnen auch Gott immer weiter weggeschoben und befindet sich demgemäß auf einem fortgesetzten Rückzug.

In dem, was wir erkennen, sollen wir Gott finden, nicht aber in dem, was wir nicht erkennen; nicht in den ungelösten, sondern in den gelösten Fragen will Gott von uns begriffen sein.

Das gilt für das Verhältnis von Gott and wissenschaftlicher Erkenntnis.  Aber es gilt auch für die allgemein menschlichen Fragen von Tod, Leiden und Schuld.

Hauptwörter
die Erkenntnis knowledge
die Grenze border, boundary
das Leiden suffering
die Lücke gap
der Lückenbüßer stopgap
der Rückzug retreat
die Schuld guilt
der Tod death
das Verhältnis relationship
das Weltbild worldview

Zeitwörter
begreifen, begriff, begriffen understand
beschäftigen sich be occupied with, absorbed in
erkennen recognize, understand

gelten, gilt be valid, true
heraus-schieben, -schob, -geschoben push out
weg-schieben push away

Andere Wörter
allgemein general
demgemäß corresponding
deutlich plain, clear
fortgesetzt continual
gelöst solved
ungelöst unsolved
unvollkommen incomplete
wissenschaftlich scientific
zwangsläufig inevitable

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(The first stanza is repeated; vocabulary is given for the second stanza. Scroll down to the previous post if you need vocabulary for the first.)

Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,
flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot
um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.
So tun sie alle, alle, Christen und Heiden.

Menschen gehen zu Gott in Seiner Not,
finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot,
sehn ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod.
Christen stehen bei Gott in Seinen Leiden.

das Leiden suffering
das Obdach shelter
die Schwachheit weakness
die Sünde sin

finden find
sehn=sehen see
stehen stand

arm poor
geschmäht abused (ppc of schmähen abuse, revile)
verschlungen entangled or consumed (ppc of verschlingen)

ihn (3 sg masc acc pron) him
sein (3 sg poss pron) his

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The brief poem written from prison by Bonhoeffer is an appropriate meditation for Holy Week. The German is fairly simple and straightforward. Here is the first of three stanzas:

Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,
flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot
um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.
So tun sie alle, alle, Christen und Heiden.

das Brot bread
der Christ, die Christen Christian
die Errettung salvation, deliverance
das Glück luck, fortune, happiness
der Heiden, die Heiden heathen
die Hilfe help
der Mensch, die Menschen person, human being
die Not need
die Schuld guilt
der Tod death

bitten um ask for
gehen go
flehen implore um for
tun do

ihr (poss pron 3 pl) their
sie (pron nom 3 pl) they

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A Morning Devotion

Marias Tagebuch, Sonntag Oct 18, 1942

«Eine Morgenandacht heute von Pastor Bonhoeffer:

Die Zeit gehört dem Tod, oder noch stärker dem Teufel. Wir müssen sie ihm abkaufen und Gott wiedergeben, dem sie ja eigentlich gehören muß.

Wenn wir ohne jeden Zweifel und jedes Mißtrauen fragen nach dem Willen Gottes, so erfahren wir ihn auch.

Saget Dank allezeit für alles.
Alles, was wir Gott nicht danken können, werfen wir ihm vor.»

der Dank thanks; Saget Dank give thanks
das Mißtrauen distrust, suspicion
die Morgenandacht morning devotion
der Tod death
der Teufel the devil
der Wille will
die Zeit time
der Zweifel doubt

abkaufen buy something (sie=die Zeit) from somebody (ihm=dem Tod or dem Teufel?)
danken thank
erfahren experience
fragen ask; fragen nach ask for, inquire about, seek
gehören belong
können can, be able
müssen must
vorwerfen reproach
werfen throw, cast
wiedergeben return, give back

allezeit at all times
jeder, jede, jedes any, every, each
oder noch or else
stärker stronger, more strongly, more severely

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Ruth-Alice von Bismarck narrates (in the present tense):

Am 22. August (1942) fällt Marias Vater vor Stalingrad. Sie unterbricht das Pflichtjahr und kommt nach Hause. Dann muß sich ihre Großmutter in Berlin einer Augenoperation unterziehen, liegt dort im Franziskuskrankenhaus und bittet darum, daß Maria sie in dieser Zeit der völligen Dunkelheit pflegt und ihr vorliest. Ihre Tante Spe Stahlberg nimmt sie für diese Zeit bei sich auf.

Dietrich kommt öfter zum Krankenbesuch. Maria ist dabei.

«Ich wunderte mich über die vielen Besuche, und ich war beeindruckt von Dietrichs Treue. In dieser Zeit haben wir oft und lange miteinander gesprochen. Es war ein anderes Wiedersehen als im Juni. Ich stand noch stark unter der Erfahrung des Tode meines Vaters und brauchte Dietrichs Hilfe.»

Sie erinnert sich später auch daran, einmal von ihm in ein kleines Restaurant nahe bei der Klinik, das Hitlers Bruder gehörte, eingeladen worden zu sein. Es gäbe keinen sichereren Ort, um offen miteinander zu reden, habe er gesagt.

Marias Tagebuch, Oct 15, 1942

«Heut war ich zu Schleichers geladen. — Hans Walter wird morgen Soldat und wurde abgefeiert. —

Ich hatte ein sehr interessantes Gespräch mit Pastor Bonhoeffer. —

Er sagte, bei uns beruhe es auf Tradition, daß die Jungen sich freiwillig als Soldaten stellten und auch ihr Leben ließen für eine Sache, die sie möglicherweise gar nicht bejahten. Es müsse aber auch Menschen geben, die nur nach ihrer Überzeugung kämpfen könnten. Bejahten sie den Kriegsgrund, dann gut. Sei dies aber nicht der Fall, so könnten sie dem Vaterland am besten mit einem Wirken an der inneren Front, vielleicht auch einem Wirken gegen das Regime nützen. Es wäre daher ihre Aufgabe, so lang wie möglich vom Dienst der Wehrmacht fernzubleiben — und sogar unter Umständen, falls sie es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können, Kreigsdienstverweiger zu sein. —

Ach, das ist logisch alles so klar und deutlich. Aber ist es nicht grausam, wenn ich an meinen Vater denke. . . »

  • die Schleichers Rüdiger Schleicher married Bonhoeffer’s sister Ursula. Hans Walter is their son and Bonhoeffer’s nephew. Eberhard Bethge married the Schleicher’s daughter Renate, Bonhoeffer’s niece.  Rüdiger was involved with Bonhoeffer in the conspiracy and was eventually executed.

die Aufgabe task
der Besuch visit
der Dienst service, duty
der Fall case
die Dunkelheit darkness
die Erfahrung experience
das Franziskuskrankenhaus Franciscan hospital
das Gespräch conversation
das Gewissen conscience
der Krankenbesuch visitation of the sick; um K. to visit the sick
der Krieg war
der Kriegsgrund grounds for war
der Kreigsdientverweigerer conscientious objector
der Ort place
das Pflichtjahr; duty-year; year of compulsory service
die Sache thing, matter, cause, reason
die Treue loyalty
die Überzeugung conviction
der Umständ circumstance
die Wehrmacht armed forces
das Wiedersehen seeing again, meeting, reunion
das Wirken (inf) work, effect

abfeiern take a day off; wird abgefeiert is off for the day
auf/nemen, -nimmt (pres 3 sg) pick up, lift up, receive, admit, take in
beindrucken impress, make an impression
bejahen affirm, agree with
beruhen be based on something
bitten ask
brauchen need
einladen invite
erinnern sich remember
fallen, fällt fall (in battle)
fern/bleiben remain far away
gehören belong to
kämpfen fight
laden, geladen invite (einladen)
lassen, ließ, gelassen let, leave, abandon, give up
liegen lie
nützen be useful
pflegen take care of
reden speak
seien
subj of sein, be; Sei dies aber nicht der Fall But should this not be the case . . .
stehen, stand stand, stay
stellen sich to present oneself, to report for military service
unterbrechen, -bricht to break off, interupt
unterziehen sich to undergo (with gen), to have (an operation)
vereinbaren
agree, arrange, reconcile with
verweigern refuse
vorlassen, -ließt (past tense) let in, admit, let go ahead
vorlesen, -liest (pres 3 sg.) read aloud

deutlich clear, distinct
falls in case; if
grausam cruel
heut(e) today
möglicherweise possibly
morgen
tomorrow
miteinander with one another
offen open/ly
öfter
more often
sicher sure/ly, certain/ly, safe; sicherer safer; -en (acc sg ending)
sogar even
völlig complete

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