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Posts Tagged ‘grandmother’

(Ruth-Alice von Bismarck narrates)

Am 26 Oktober (1942) fällt in Rußland auch Marias geliebter Bruder Max. Sie, eben als Pflichtjahrmädchen zur Familie von Kleist nach Groß Tychow gekommen, reist auf diese Nachricht hin nach Pätzig, an die Seite ihre Mutter. Die Großmutter in Berlin spürt etwas von der sich anbahnenden tiefen Beziehung zwischen Maria und Dietrich und möchte diese Entwicklung mit allen Kräften unterstützen. Ohne Absprache mit der Mutter lädt sie Dietrich zur Trauerfeier für seinen ehemaligen Konfirmanden Max nach Pätzig ein. Dies “Fakten schaffen” ruft die Mutter auf den Plan. Sie bittet Dietrich, nicht zu kommen. Maria erschrickt und ergreift die Initiative.

die Absprache arrangement
die Beziehung relationship
der Bruder brother
die Entwicklung development
das Fakt or Faktum; pl Fakten fact; “Fakten schaffen” faits accomplis
der Konfirmand candidate for confirmation
die Kraft, ä -e strength, pl powers
die Nachricht news

  • Pätzig town about 200 miles N of Berlin, near the North Sea

das Pflichtjahrmädchen a young woman during her year of compulsory service
das Rußland Russia
die Siete side; an die Seite ihre Mutter to her mother’s side
die Trauerfeier funeral

  • Tychów town in Poland

bitten ask
fallen, fällt (3 sg) fall (in combat)
hinreisen journey away
kommen, (ist) gekommen come
einladen -läd invite
ergreifen seize
erschricken (erschrickt) frighten (act) or be frightened, alarmed
mogen like; möchte (subj) would like
rufen call
schaffen
II, manage,
spüren feel
unterstützen support

anbahnend looming, developing
ehemalig former
geliebt beloved
tief deep

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April 25, 1943 (Easter Sunday)

Maria stayed with Bonhoeffer’s family during the early days of his imprisonment. Later she returned to Patzig to help take care of her grandmother. Dietrich was allowed to write one one-page letter every four days. (Later guards befriended him and smuggled a more extensive correspondence in and out for him.) This letter is to his parents.

Am Karfreitag war Marias Geburtstag. Wenn ich nicht wüßte, mit wie festem Herzen sie im vorigen Jahr den Tod ihres Vaters, ihres Bruders und zweier besonders geliebter Vettern getragen hat, dann wäre mir wirklich bange um sie. Nun wird Ostern sie trösten, ihre große Familie wird ihr sehr beistehen und ihre Arbeit im Roten Kreuz beansprucht sie ganz. Grüßt sie sehr, sagt ihr, daß ich mich sehr nach ihr sehne, daß sie aber nicht traurig, sondern tapfer sein soll wie bisher. Sie ist eben noch so sehr jung, da ist das schwer. [. . .]

Übrigens wüßte ich gern, wie es Marias Großmutter geht. Bitte verheimlicht mir nicht, wenn sie gestorben ist. Maria und ich haben beide sehr an ihr gehangen. [. . .]

Es wäre doch eine große Beruhigung für mich, wenn Maria einmal einen Tag in aller Ruhe bei Euch wäre. Laßt sie und auch Renate diesen Brief doch lesen! [. . .]

die Beruhigung reassurance, calming thing
der Karfreitag Good Friday, (on April 23 in 1943)
das Ostern Easter
Renate Bonhoeffer’s niece, who married Eberhard Bethge
das Rote Kreuz Red Cross
die Ruhe rest, quiet
der Tod death
der Vetter cousin

beanspruchen claim, occupy, take up (time)
beistehen stand by, stay with
hängen, hing, gehangen hang, be attached to (an)
lassen let, allow, have someone do something, have something done
lesen read

sehnen sich (v.r) long for
sterben die; ist gestorben has died
trösten console
verheimlichen hide from
wäre (imperfect subjunctive in unreal condition) “would be”; es wäre it would be
wenn if
wissen know

  • wüßte (imperfect subjunctive in unreal condition): “If I didn’t know . . .”;
  • in independent clause polite: “I would like to know”

 

alle/r/s all, complete
bange um worried about
beide both
bisher until now
fest firm
schwer difficult
tapfer brave
traurig sad
übrigens by the way
vorig previous

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